Pressemitteilung

„Wir bauen auf Kontinuität und setzen gleichzeitig neue Akzente“

Interview mit Christian Hohendorf und Markus Wagner, neue geschäftsführende Gesellschafter der Zeutschel GmbH

Mitte 2023 hat Zeutschel die Weichen für die Zukunft gestellt. Der langjährige Geschäftsführer und Eigentümer Jörg Vogler übergab das Unternehmen an seine Nachfolger Christian Hohendorf und Markus Wagner. Wir sprachen mit den neuen geschäftsführenden Gesellschaftern über ihre bisherige Bilanz, die geschäftliche Entwicklung, Trends in der Kulturgutdigitalisierung und ihre Pläne für die Zukunft.

Herr Hohendorf, Herr Wagner, wie beurteilen Sie den Prozess der Geschäftsübernahme und welche Reaktionen gab es auf die Nachfolgeregelung?

Christian Hohendorf: Die Unternehmensleitung ist nahtlos von der alten auf die neue Geschäftsführung übergegangen. Der bisherige Inhaber Jörg Vogler hat diesen Prozess hervorragend vorbereitet und uns Stück für Stück die Gesamtverantwortung übertragen, sodass sich am Ende nur die Eigentumsverhältnisse geändert haben. Dafür sind wir Herrn Vogler sehr dankbar. Von der Belegschaft erhielten wir durchweg positives Feedback. Und auch beim jährlichen Partner-Meeting herrschte eine eindeutige Meinung: Die nächste Generation übernimmt!

Markus Wagner: Herr Vogler hat bei seiner Entscheidung großen Wert auf Kontinuität gelegt. Für diese Kontinuität stehen Herr Hohendorf und meine Person. Durch langjährige Tätigkeiten im Management-Team und ein tiefes Verständnis des Marktes teilen wir eine ähnliche Vorstellung von der Entwicklung des Unternehmens. Gleichzeitig sind wir ein eingespieltes Führungsteam, das sämtliche Entscheidungen gemeinsam trifft.

Wie entwickelt sich das Geschäft bei Zeutschel und welche Märkte sind besonders attraktiv?

Christian Hohendorf: Das Geschäftsjahr 2022/23, das Ende Juni endete, war vom Umsatz her das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte. Und beim Auftragseingang in den ersten sechs Monaten des neuen Geschäftsjahrs liegen wir über Plan. Wir wachsen sowohl im deutschen Markt als auch im internationalen Umfeld. Und kürzlich konnten wir mit unseren Mitarbeitern die Auszeichnung „Best of German Industry 2023“ feiern. Ausgewählt von einer renommierten Wirtschaftsjury gehören wir zu den 52 deutschen Weltmarktführern, die für Innovationsstärke, Kreativität und Widerstandsfähigkeit stehen.

Markus Wagner: Die geopolitischen Krisen unserer Zeit haben das Bewusstsein für die Bewahrung wertvoller Kulturgüter geschärft. Entsprechend stark ist die Nachfrage von staatlichen Institutionen. Südafrikanische Behörden zum Beispiel digitalisieren mit Zeutschel Aufsichtscannern Geburtsurkunden in großer Stückzahl. Besonders stolz sind wir auf einen Großauftrag aus Griechenland. Dort werden in den nächsten Jahren Bücher, Pläne und Einzelblätter von Grundbuchämtern und Staatsarchiven in digitale Form gebracht, insgesamt über 51 Millionen Seiten bis Ende 2025.

Welche Strategie und welche Ziele verfolgen Sie, um Zeutschel weiterzuentwickeln?

Christian Hohendorf: Wir bauen auf Kontinuität und setzen gleichzeitig neue Akzente. Kontinuität bedeutet, dass das Geschäftsmodell beibehalten wird. Tübingen bleibt Standort für die Entwicklung und Produktion der Zeutschel Aufsichtscanner und der Digitalisierungssoftware. Für unsere Mitarbeiter bleibt das Versprechen sicherer und interessanter Arbeitsplätze. Die vertriebliche Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Inland und Ausland bleibt im Fokus, wir wollen jedoch unser Partnernetzwerk breiter aufstellen. Neue Akzente planen wir für unser Personalmanagement und unsere Personalpolitik. Wir haben mit allen Mitarbeitern Gespräche geführt und Feedback zu Verbesserungs- und Optimierungspotenzialen eingeholt. Wichtig ist ein neues Mindset: Wir wollen noch offener und transparenter kommunizieren sowie die Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse stärker einbinden. Auf diese Weise entstehen neue Gestaltungsmöglichkeiten und Spielräume für ein eigenverantwortliches Arbeiten.  

Markus Wagner: Für viele Unternehmen wird vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des Renteneintritts der Babyboomer die Mitarbeitergewinnung immer bedeutsamer. Das gilt auch für Zeutschel. Wir intensivieren deshalb unsere Social Media-Aktivitäten, um junge Menschen gezielt anzusprechen. Zudem wollen wir den Bekanntheitsgrad von Zeutschel in Tübingen und Umgebung erhöhen. Wir engagieren uns deshalb im Sport-Sponsoring in der Region – sowohl im Breitensport als auch im professionellen Umfeld. Zeutschel hat zum Beispiel ein lokales Fußball-Turnier unterstützt und unterstützt langfristig den Hirschauer Spitzberglauf. Zudem sind wir Sponsor der Tübinger Tigers, Aufsteiger in die Basketball-Bundesliga und der Bundesliga-Frauen-Handballmannschaft des TuS Metzingen.

Vor welchen aktuellen Herausforderungen stehen Bibliotheken und Archive bei der Kulturgutdigitalisierung?

Markus Wagner: Bücher und andere historisch wertvolle Dokumente, die bereits vor zehn Jahren eingescannt wurden, werden nun erneut digitalisiert – denn die Technik und Bildqualität der Scanlösungen hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Dies bedeutet ein mehr an Speicherplatz, ein hochauflösendes Bild kann schon mal mehrere Gigabyte betragen. Bibliotheken und Archive müssen sich entscheiden, was sie digitalisieren und was nicht. Zusätzlich besteht die Herausforderung der digitalen Langzeitarchivierung: Irgendwann ist es notwendig, die Daten in andere digitale Formate zu konvertieren und auf andere Storage-Systeme zu überspielen.

Christian Hohendorf: Wir sehen aktuell einen klaren Trend hin zum Digitalisieren an verteilten Standorten. Viele Vorlagen dürfen aus konservatorischen und datenschutzrechtlichen Gründen nicht an einen zentralen Standort transportiert werden. Gefragt sind deshalb Scanner, die sich flexibel einsetzen lassen. Für diesen Anwendungsfall ist unser neuer Aufsichtscanner OS A konzipiert. Mit einem einzigen Gerät lassen sich Bücher, Dokumente und Fotomaterialien bis zum Format A1+ digitalisieren. Der OS A setzt dafür hochauflösende Digitalkameras ein, die eine sehr hohe Bildqualität nach ISO-Standard 19264-1 bieten. Weitere Merkmale sind umfangreiches Zubehör wie Buchwippen und ein Durchlichttisch sowie ein kompaktes, platzsparendes Design. Er kann unkompliziert ab- und wieder aufgebaut werden, lässt sich einfach installieren und kalibrieren und ist transportfähig.

Welche Trends sehen sie für die nächsten Jahre? Und was wird das Jahr 2024 für Zeutschel bringen?

Markus Wagner: In Zukunft werden Kultureinrichtungen auch verstärkt Objekte digitalisieren. Das können wertvolle Vasen und Skulpturen sein. Für diesen Anwendungsbereich gibt es aktuell Lösungen auf Kamera-Basis und Stitching-Software. Die erzielte Qualität ist jedoch nicht für die Bedürfnisse von Forschung und Lehre geeignet. Benötigt werden wirkliche 3D-Scanlösungen, die das ganze Objekt in hoher Qualität erfassen. Ein zweiter Trend ist allseits bekannt: ‚Made in Germany‘ ist und bleibt ein wichtiges Qualitätsmerkmal auf dem internationalen Markt. Das haben uns unsere ausländischen Partner noch mal eindringlich bestätigt.

Christian Hohendorf: Wir freuen uns auf 2024! In der ersten Jahreshälfte sind verschiedene Partner-Besuche geplant. Wichtig ist uns der offene und vertrauenswürdige Austausch. Das Feedback unserer Partner aus der Praxis und über das jeweilige Marktumfeld hilft uns, Zeutschel weiterzuentwickeln. Wir wollen mehr über ihre Wünsche erfahren und den Informationsfluss weiter optimieren. Ein erster großer Meilenstein ist dann die Teilnahme an der BiblioCon im Juni. Und kurz darauf im Juli veranstaltet Zeutschel sein Event für seine nationalen und internationalen Partner.

Über Christian Hohendorf und Markus Wagner:

Christian Hohendorf studierte Pädagogik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg  und war von 1994 bis 2009 Offizier der Bundeswehr. Er bekleidete verschiedene Führungspositionen in Klein- und Mittelständischen Unternehmen wie der TÜV Süd Akademie, der Haufe Group und der MIK-CENTER GmbH. Seit März 2022 arbeitet er bei Zeutschel, zuerst als Vertriebsleiter und dann als Mitglied der Geschäftsleitung.

Markus Wagner absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie Stuttgart. 14 Jahre lang hatte er verschiedene Führungspositionen im In- und Ausland bei einem Automobilzulieferer inne. Seit 2013 ist Markus Wagner bei Zeutschel tätig, zunächst als Kaufmännischer Leiter und danach als Mitglied der Geschäftsleitung. Seit Juli 2023 sind Christian Hohendorf und Markus Wagner Geschäftsführer und Eigentümer von Zeutschel.

Presse-Kontakt

Zeutschel GmbH, Margot Rauscher
Telefon: +49 (0) 7071 / 9706-11, Fax: +49 (0)7071 / 9706-44
E-Mail: margot.rauscher@zeutschel.de

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